Matthias Schurade
2009, Veranstaltungen
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© 2010 Matthias Schurade
 

05.09.2009, 10.Spreewaldpokal in Ragow, MS

Zum 10. Mal lud Horst Schinagl zum Spreewaldpokal in das idyllische Straßendorf Ragow ein. Als Pokalverteidiger war es uns Ehre und Vergnügen dem Folge zu leisten. Da mit Rainer Kleeschätzky eine Säule der Mannschaft abgesagt hatte (zwei Schnellschach-Turniere innerhalb eines Monats sind für einen Fide-Meister seines Alters einfach zu viel) hatten wir uns als realistisches Ziel die Eroberung des Gurkenfasses gesetzt.
Mit Brett 2 bis 5 der aktuellen Landesligamannschaft konnten wir eine passable Truppe zusammenstellen. Namentlich waren das Matthias Schurade, Hartmut Höckendorf, Helmut Rübensam und Wladimir Schaburow.
Nach Ankunft in Ragow und der Inspektion der Gegnerschaft war uns schnell klar, dass es wieder nur um den schnöden Mammon gehen würde. Als ernsthafte Kontrahenden kamen vor allem die attraktiven Damen vom Bundesligisten Großlehna, die erfahrenen Strategen vom Kölner Teckelklub und die Kämpfer der SG Weißensee in Frage.
Der Turnierverlauf bestätigte unsere böse Vorahnung. Einzig in Runde 4 mussten wir nach einem Unentschieden gegen den Gastgeber am 2. Tisch spielen. Nur Hartmut wollte partout  das Gurkenfass. Wären seine 5 Punkte der Mannschaftsdurchschnitt gewesen, hätte es aber auch dafür nicht gereicht.
Ein Höhepunkt war unser uncharmanter 4:0 Sieg gegen die Damenmannschaft. Und weil ein Sieg gegen eine Frauen-Großmeisterin für einen Brandenburger Schachspieler nicht alltäglich ist, möchte ich die Partie an dieser Stelle vorführen.

Schurade, Matthias - Kulovana, Eva

1.e4 c6 2.c4 d5 3.exd5 cxd5 4.cxd5 Sf6 5.Sc3 Sxd5 6.Sf3 Sc6 7.Lc4 Sxc3 8.bxc3 g6 9.Db3 e6 10.0-0 Lg7 11.La3 Lf8 12.Lxf8 Kxf8 13.d4 Kg7 14.Db2 Sa5 15.Lb5 b6 16.c4

Kaum war c4 ausgeführt, hätte ich mir wegen a6 meine nicht vorhandenen Haare raufen können. Meine Gegnerin führte diesen Zug auch ohne lange zu zögern aus. Dabei wäre 16. ... Lb7 17.d5+ Df6 18.Dxf6 Kxf6 19.dxe6 Lxf3 20.gxf3 fxe6 mit Vorteil für Schwarz besser gewesen. Die Partie endete nach beidseitig nicht fehlerlosen Spiel wie folgt:

16. ... a6 17.Lc6! (einziger Zug) Sxc6 18.d5+ Df6 19.Dxf6 Kxf6 20.dxc6 e5 21.Tab1 Tb8 22.Tfd1? (c5 b5 22.Tbd1+/-) Le6 23.Te1 Lxc4 24.Sxe5 Le6 25.f4 Thc8 26.g4 Kg7 27.Tb2 b5 28.g5 Ld5? 29.Sd7 Lxc6 30.Sxb8 Txb8 31.Te7 Tb6 32.a3 Ld5 33.Td2 Lc4 34.Td8 h6 35.Te8 hxg5 36.fxg5 f6 37.Te7+ Lf7 38.Tdd7

Rundum war es ein Turnier in angenehmer Atmosphäre, bei guter Bewirtung und straffen Ablauf. Auch die zwischenrundlichen, rhetorischen Einlagen des Turnierleiters waren wie gewohnt kurz gehalten.

Hier noch ein paar Fotos vom Turnier:

Horst, der Turnierleiter

Impression vom harten Kampf im Turniersaal

Die Damen vom Bundesligisten Großlehna, kurz vorm erschütternden 0:4

So sehn Sieger aus!

Endstand

20.06.2009, Norddeutsche Blitzeinzelmeisterschaft, RK

Am 20.06.09 fanden die norddeutschen Blitzeinzelmeisterschaften in Berlin im Jüdischen Museum statt.
Von den 4 qualifizierten brandenburgischen Teilnehmern waren nur 3 vor Ort (Schulz, Spivak, Kleeschätzky), es fehlte SF Schöne. Früh war klar, dass Ilya und ich  im Mittelfeld landen werden. Karsten lag bis zur Runde 25 von 27 aussichtsreich im Rennen bevor er durch Kopylov und mich gestoppt worden ist. Mein Schlussspurt 3,5 aus 4 kam aber zu spät. Ein Trost für Karsten ist, dass mit Matthias Schöwel alias Matzel ein EX-Cottbuser und fast Neubrandenburger seinen Platz einnahm. Da  der Wechsel zum Brandenburgischen Oberligavertreter aus persönlichen Gründen geplatzt ist, vertritt Matzel nun doch nicht das Land Brandenburg im Blitz Finale.  Matzel trotzdem Viel Erfolg!

Souveräner Sieger war GM Robert Rabiega.

Der Eröffnungsverlauf in der Partie Kleeschätzky- Rabiega zeigte, woran es bei mir in diesem Turnier haperte.

Nach den Zügen:

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.c3 Sf6 4.d4 exd4 5.e5 Se4 6.De2 Sc5 7.cxd4 Se6 8.d5 Scd4 [8...Sed4? 9.De4!+- (9.Sxd4+/-) ] 9.Sxd4 Sxd4 10.De4+/- c5 11.Sc3 g6 12.d6 Lg7 13.Sd5 0-0 14.Ld2 Te8 15.f4 f5

entstand folgende Stellung:

Nun hätte ich einfach mit 16. Dd3 (Lxe5 geht nicht 17.fxe5 Txe5+ 18.Kd1 Txd5 19.Dc4) ein vorteilhaftes Spiel erreichen können. Ich spielte aber:
6.Se7+ ?? einfach Dd3 mit Vorteil  16...Dxe7!? übersehen 17.Dxd4 cxd4 18.dxe7 a5 19.0-0-0?! [19.Lc4+! Kh8 20.Kf2 Txe7©] 19...Txe7=  und verlor im weiteren Verlauf.

Endstand

21.– 24.05.2009, Ralf Schöne gewinnt offene Potsdamer Stadtmeisterschaft, HH

Dieses Event wurde heuer als die Landesmeisterschaft gehandelt. Pneumant schonte seine Recken (auch sonst war die Beteiligung der Brandenburger Spitze eher dünn). Die drei Spieler oberhalb der 2200-DWZ-Marke machten die Sache unter sich aus. Ralf Schöne gewann unangefochten mit 6 Punkten aus 7 Partien vor Brüdigam (5,5 Punkte) und Schatz (5 Punkte). Bei den Wikingerinnen siegte erwartungsgemäß Bo Penne. Weil keiner der Unseren teilnahm, ist dem Berichterstatter auch unbekannt, ob wie in früheren Jahren zwar Startgelder eingesammelt, aber dafür keine Preise ausgereicht wurden.

14. 5. 2009, Brandenburgische Schnellschacheinzelmeisterschaft, HH

Die üblichen Verdächtigen versammelten sich am üblichen Ort (in Ragow), um in 25-min-Partien den Meister auszukegeln. Pneumant entsandte Kleeschätzky, Schurade, Höckendorf und Lenz. Während Rainer Klee das Turnier ungefährdet von der Spitze spielend gewann (mit 6 aus 7!), mühten sich der Alterspräsident und Matthias vergeblich. Ohne Dope (kein Bier) und vom Anblick dicker Schnitzel geschwächt gingen sie nach der Mittagspause jämmerlich Wasser saufen. So konnte sich Tobias noch vor Matthias platzieren, was bei der Aufstellung für die nächste Saison irgendwie zu berücksichtigen ist. Madlen Walther (Rüdersdorf) errang den Siegerkranz in der Damenkonkurrenz.

Große Gratulation an Klee, der zurzeit einen fulminanten Lauf hat!

(Wenig Erbauliches für mich (Matthias Schurade) kam vom Macher aus Ragow: Originalton Horst Schinagel:

Hallo Matthias,
Tobi vor Dir , darüber sollte man nachdenken. Natürlich ohne Benzin läuft der beste Motor nicht.
Freundliche Grüße Horst
)

(Endstand)

04.04.2009, 6. Joachim-Kolbe-Turnier, HH

Der Autor mit dem Turniersieger

Rainer Kleeschätzky gewinnt Kolbe-Schnellturnier in Fürstenwalde

Am 4. 4 . 2009 kam es nunmehr zur schon sechsten Auflage unseres Joachim-Kolbe-Gedenkturniers. Wie jedes Jahr herrschte Kaiserwetter und bot das „Haus am Spreebogen“ einen würdigen Rahmen für das Traditionsturnier. Die Besetzung fiel dieses Mal im Vergleich zu den Vorjahren etwas schwächer aus, denn in Berlin fand zeitgleich die Schnellschach-Einzelmeisterschaft statt. Immerhin ließen es sich die Berliner Schachfreunde vom SK Alexandar Matanovic nicht nehmen, das Feld der Brandenburger aufzumischen.

Zwei Favoriten verstolperten ihre Siegeschancen. Während Ilya Spivak (VBSF Cottbus, Niederlage gegen Gottschalk) und Matthias Schurade (Pneumant Fürstenwalde, unglückliche Niederlage gegen Kleeschätzky) den Anschluss zur Spitze verloren, zogen Rainer Kleeschätzky (Pneumant Fürstenwalde) und etwas überraschend Bernd Neubauer (ESV Eberswalde) sicher ihre Kreise. Am Ende hatte Kleeschätzky die Nase hauchdünn vorn. Unser Lokalmatador gewann dank besserer Feinwertung mit 6 Punkten aus sieben Partien vor Neubauer, der punktgleich einkam. Gewohnt sicher belegte Karsten Schulz (VBSF Cottbus) Rang drei mit 5,5 Punkten. Die B-Wertung (bis Wertzahl 1800) gewann etwas überraschend Carsten Sicora (4 Punkte) vor Mirko Lehmann und Uwe Zeidler. Den Damenpreis holte sich Juliane Schaumann (SC Rathenow, 3 Punkte). Der Seniorenpreis ging an Dobrivoje Vidic. In der Kinderwertung landete Philipp Heinrich (3 Punkte) vor Timo Domaschke und Jan Dombrowski. Die Siegerpokale überreichte Ruth Kolbe, die Witwe unseres langjährigen Vereinsvorsitzenden.

(Endstand, Bilder)


21.02.2009, Brandenburgische Blitzschacheinzelmeisterschaft, MS

Rainer Kleeschäschätzky gewinnt recht überzeugend seinen 1. Einzeltitel im Land Brandenburg (und möglicherweise den Ersten bundesweit?). Hier der Endstand.